Die Firma Münchner Orgelbau Johannes Führer hat die historische Weigle-Orgel in Seeshaupt saniert. Ein paar Bilder von einem Besuch dort habe ich in einem kurzen Flashfilm zusammengefasst > Bild klicken!
gab es eine überaus interessante Führung in der Klosterkirche Schäftlarn, die gerade restauriert wird. Kleine Diaschau des Rundgangs, der zur Einstimmung im klösterlichen Prälatengarten begann und vom Historischen Verein Wolfratshausen initiiert war.
In der beliebten Reihe "organ meets film" gibt es jetzt eine Besonderheit: Christian Stock hatte die Idee, für künftige Filmvorführungen mit Orgelbegleitung eine Umfrage nach dem jeweiligen Lieblingsfilm zu starten. An der Harder-Völkmann-Orgel spielt Stefan Moser, entweder mit transkribierter Originalfilmmusik oder eigens komponierter bzw. passend zitierter Filmmusik. Die Vorführungen sind mittlerweile Kult. Leider gibt es Umstände, die das Aufführen eines Filmes unmöglich machen. So dürfen z.B. Charlie Chaplin Filme nur auf 35mm Originalfilmaterial gezeigt werden. Diese spezielle Recherche wird aber vom "Stockwerk" übernommen, die Teilnehmer sollen nur ihren Geschmack entscheiden lassen. Fürs Mitmachen gibt es auch eine Belohnung: 4 Freikarten, wenn der persönliche Wunschfilm als Nächstes im "Stockwerk" gezeigt wird. Bei Mehrfachnennung entscheidet das Los. Infos über das "Stockwerk" und die Orgel bei Klick auf das Bild!
Nachdem man in der Nachbarstadt Gelsenkirchen unfähig ist, ein denkmalgeschütztes Gebäude samt wunderbarer Konzertsaalorgel (Hans-Sachs-Haus) zu erhalten bzw. originalgetreu zu sanieren, weil angeblich durch zwischenzeitlich (von wem??) geschaffene Veranstaltungs-"Locations" eine Überkapazität gegeben ist, die das ursprüngliche Nutzungskonzept nicht mehr durchsetzbar erscheinen läßt, kam man auf den Gedanken, die Konzertsaalorgel (Walcker Opus 2150, Bj. 1927 - man höre die grandiose "Liszt-CD" von Torsten Laux - Ifo CD 00069) in die Reinoldi-Kirche in Dortmund zu transferieren.
Fatalerweise steht dort die von Gerard Bunk mit konzipierte Nachfolgeorgel der im Krieg zerstörten alten Reinoldi-Orgel (an der schon Albert Schweitzer gespielt hatte), Walcker op. 3700 von 1958. Es sei dahingestellt, ob die Orgel in orgelbewegter Disposition oder wie auch immer gebaut wurde, es steht jedenfalls zweifelsfrei fest, daß die ganze Geschichte der derzeit absurde Gipfelpunkt eines anscheinend zwangsläufig sich immer wiederholenden Musters ist, nach dem alle paar Jahrzehnte eine andere Orgelgeneration zum Abschuß freigegeben wird. Es ist noch gar nicht solange her, als alles, was nicht irgendwie nach "Barock" aussah oder klang, zum Schrottplatz gebracht wurde. Wie verwundert war ich, als ich vor wenigen Jahren plötzlich feststellte, daß kaum eine größere Orgel noch ohne Walze = Registercescendo gebaut wurde - jener angeblich so unsäglich entgleisten Vorrichtung aus den verpönten spätromantischen Orgeln!!!! Und schwupsdiwups - heute müssen die "neobarocken" Orgeln - die uns damals durchaus als nonplusultra präsentiert wurden (ob die Reinoldi-Orgel dazugehört, interessiert eigentlich gar nicht) - entsorgt werden. Und die vorgeschobenen Gründe sind durchaus die gleichen, mit denen vor wenigen Jahren ihren romantischen Großschwestern der Garaus gemacht wurde - schlechtes Material (eine der "orgelmetallkranken" Orgeln spielt zur Freude der Besucher heute noch bei Sixtus Lampl in Valley!) - falsche Disposition, mit der man nicht jede Literatur spielen kann (seit wann muß man das können - wenn man es überhaupt kann?) - Windstößigkeit usw. usf. Lediglich ein paar der Gründe werden je nach Mode pro oder contra verwendet!
Ist jetzt endlich auch in Orgelkreisen feststellbar, daß wir in Plem-Plem-Land leben? Scheint so! In spätestens dreißig Jahren wird man alle "neoromantischen" Orgeln wieder abfackeln wollen, und zwar ohne jede "Abwrackprämie". Seltsam, daß die Bundesregierung den Orgelbau noch nicht als selbstlaufenden Konjunkturmotor entdeckt hat - zumindest könnte man da doch mal abgucken, wie man sowas macht!
Alles Aktuelle über das "Zukunftsprojekt Reinoldi" beim Klick auf das Bild! Ach ja, von der Hans-Sachs-Orgel hört man irgendwie nichts mehr....vielleicht sollte man sie in den geplanten Konzertsaal in München holen....
Die Noten unseres beliebten Weihnachtsliedersingens haben wir komplett neu aufgelegt. 23 Seiten mit 33 Liedern, darunter auch französische und englische / amerikanische Klassiker, immer mit allen Strophen, zwei- oder mehrstimmigem Satz und Begleitakkorden für Gitarre, Akkordeon etc. Download pdf-Datei (ca. 3MB) bei Klick auf das Bild
Und das beste kommt noch: In gleicher Ausführung gibt es die Noten auch für B-Instrumente, ebenfalls mit allen Texten, jedoch ohne Begleitakkorde; bitte linkes Bild klicken
...und zu guter letzt (!) auch noch für Es-Instrumente, bitte hier links klicken.
Hinweis: Alle Hefte können gegen einen Unkostenbeitrag von EUR 8,50 incl. Porto und Versand in notenständerkompatibler Ringbindung bei mir bestellt werden. Wem das runterladen zu mühselig ist und wer die losen Blätter nicht mag....
...der dank Markus Harder-Völkmann und Jürgen Scriba dennoch zu einem lehr- und klangreichen Erlebnis wurde, und zwar im "stockwerk" in Gröbenzell an der im dortigen Bistro eingebauten Orgel von Christian Stock. In der zweiten Ausbaustufe verfügt die Orgel mittlerweile über weitere zuschaltbare Einzelregisterreihen und so originelle "Zutaten" wie Klavier und Akkordeon, die in der "Feuertaufe" bei der Vorführung von "Nosferatu" am 31.10.07 ihren dramaturgischen Wert bereits unter Beweis gestellt haben. Neben den Bildern gibt es wieder mal einen "Kameraclip" mit einem Ausschnitt aus Elmores "Pavane + Rumba" (Wiedergabe einer Originaleinspielung per midi-file!). Weitere Infos unter www.tastenklang.de ....
Der Historische Verein Wolfratshausen hat ein Ausstellungsprojekt zur ehemaligen jüdischen Mädchenschule Wolfratshausen erarbeitet. Bettina Cohn und Ruth Young, zwei der noch lebenden Zeitzeuginnen, besuchten uns 69 Jahre nach ihrer Vertreibung mit ihren BegleiterInnen, um unser Haus und meine Orgel anzuschauen und anzuhören - was wir als große Ehre empfunden haben. Hier einige Bilder und ein kleiner Kameraclip von diesem außergewöhnlichen Ereignis (nähere Informationen zu dem Projekt - es handelt sich um eine Wanderausstellung - auf der Seite des Historischen Vereins Wolfratshausen):
Auf der Fahrt ins Saarland habe ich wieder mal das (tägliche) Mittagskonzert auf der großen Walcker-Orgel von 1967 (mehr als 30 Register stammen unverändert aus der Orgel von Eberhard Friedrich Walcker von 1856) genossen. Kleine Diashow mit Musik (César Franck, Op.21-Final) beim Klicken auf das Bild!
Die Orgel in meinem "zweiten Heimatort" Reimsbach (Saarland) ist die größte noch erhaltene Orgel der Firma Mamert Hock aus Saarlouis. Das denkmalgeschützte pneumatische Instrument befindet sich bis auf eine Spieltischumstellung praktisch im Originalzustand (ein absoluter Glücksfall!), bedarf aber dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten. Hörprobe beim Klick auf das Bild.
Bei einem kurzen Heimatbesuch habe ich ein wenig Orgelunterricht bei Peter Maas in Merzig, St.Peter, an "seiner" Klais-Orgel (III/35, Bj. 1960) genießen dürfen.
Wolfgang Steinmetz (www.sankt-peter-merzig.de) hat zwischenzeitlich eine Dokumentation über die Orgel auf die Webseite gestellt, das Datenblatt öffnet sich als pdf-Datei beim Klick auf das Bild!
Zuhause habe ich dann tatsächlich ein Foto von 2004 in der elektronischen Wühlkiste gefunden, und sogar noch einen "Miniclip". Klick auf Bilder zum ver- größern.
...und hier der "Film"
Wie man aus dem Filmausschnitt von Sybille Krafft (siehe unter "Bilder & mehr") erkennen kann, setze ich mich nicht nur für alte Orgeln ein. Bei der in dem Film beschriebenen Sanierung unseres "Kleinhäusler- Anwesens" stellen wir immer wieder fest, daß es manche Dinge aus der "guten alten Zeit" nirgends zu kaufen gibt. Wir haben sie kurzerhand selbst hergestellt, und wer daran Interesse hat, kann beim Klick auf das Bild näheres erfahren:
Im Jahr 1904 wandern der damals 28jährige Peter Staub und seine Frau Caroline, geborene Dörflinger, sowie der 39jährige Christian Schneider mit seiner Frau Anna-Maria, geborene Pfeiffer, aus dem kleinen Glasmacherort Rosteig im "krummen Elsaß" nach Fenne bei Völklingen im Saarland aus, weil sie sich dort eine bessere Zukunft in der Glasfabrik erhoffen, die zuletzt Matthias Raspiller, Nachkomme einer uralten Glasmachersippe aus Hall in Tirol, zu einigem Erfolg geführt hat. Lange vorher schon (1846) war einer der Vorfahren von Caroline nach Amerika ausgewandert, wo heute noch seine Spuren unter dem Namen Dorflinger zu finden sind. Als Peter und Christian - beide Glasmacher - in Fenne ankommen, hat die Firma zwar gerade Konkurs angemeldet, wird aber in kurzer Zeit von zwei jüdischen Erwerbern wieder auf Erfolgskurs gebracht und bietet den beiden Familien ein scheinbar gesichertes Einkommen. Im aufkommenden Nationalsozialismus müssen die beiden Inhaber gleichen Vornamens, nach denen heute noch die "Leostraße" in Fenne benannt ist, die Hütte im Stich lassen. Sie wird vom Eigentümer der in Völklingen ansässigen Eisenhütte, Hermann Röchling, übernommen. Unter ihm, der offenbar keinerlei Ahnung vom Glashüttenbetrieb hat, erlebt diese trotz modernster Einrichtung einen eklatanten Abstieg, der dazu führt, daß sie Ende der dreißiger Jahre von einem Konsortium aus sächsischen und böhmischen Glasherstellern aufgekauft, weitgehend demontiert und stillgelegt wird (eine Tatsache, die die Vorgänge nach der Wende in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt). Noch wenige Jahre zuvor bot das Unternehmen fast 500 Menschen Lohn und Brot, und die Erzeugnisse der Fenner Glashütte waren weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. Auch mein Großvater Peter Staub war in Fenne noch Glasmacher, und er heiratete eine Tochter von Christian Schneider, Ursula. Beide noch in Rosteig geboren, sind sie als Kleinkinder (zwei bzw. vier Jahre alt) aus der Heimat in die Fremde gegangen. Die Glashütte in Fenne wurde nie mehr in Betrieb genommen, und die Nachfolger der Firma Röchling lassen bis heute selbst denkmalgeschützte Gebäude ohne jegliches Unrechtsbewußtsein abreißen, um das Gelände für ihre Zwecke zu nutzen. Fenne war auch in den ersten sieben Jahren mein Heimatort.
Auf einer kleinen Reise mit meinen Eltern ins Elsaß habe ich den Geburtsort meiner Vorfahren besucht, in dem noch die Reste einer Brücke an das "Ziegel" (Züglein) erinnern, das die Glashütte in Meisenthal, in der sie einst arbeiteten, mit dem Ort Rosteig verbunden hat. In Meisenthal gibt es heute nur noch ein - allerdings sehr sehenswertes - Museum in den alten Gemäuern der Glasfabrik, weiterhin eine Glasmacherwerkstatt, in der unter den Augen der Besucher kunstgewerbliche Glaswaren hergestellt werden, sowie eine große Halle für Ausstellungen des "Centre International d'Art Verrier" (CIAV) , die - in mehreren Containern installiert - in aller Welt auf Reisen gehen. Ein buntes Fotoalbum von meiner "Reise in die Vergangenheit" habe ich hier zusammengestellt. Wie man an dem zufällig angetroffenen Reisebus sehen kann, hat unser Name im Elsaß überlebt....